Bearded Collie Welpe braun - Anoki vom Flammenzauber
Pinnwand Bearded Collie Welpen vom Flammenzauber Bearded Collie Welpen - Knutschkugel mit Pfiff

 © Nicole Bücher - Bearded Collies vom Flammenzauber

Bearded Collies - Hütehunde mit Schmunzelfaktor

Hunde impfen mit Verstand

Entwurmungs- und Impfempfehlung


Impfungen sind ein vieldiskutiertes Thema.

Die Impfung gilt als die Errungenschaft sowohl der Human- als auch der Veterinärmedizin,

die Menschen und Tiere vor bestimmten schwerwiegenden Infektionskrankheiten

und ihren möglichen Folgen schützt.


 Aufgrund der Fülle an Informationen zu diesem Thema bleibt am Ende bei Vielen

aber dennoch Unsicherheit und Verwirrung.

Im Besonderen, da viele Tierärzte nach wie vor die „Erinnerungskarten zur jährlichen Wiederholungsimpfung“ verschicken, obwohl dies keineswegs der Impfleitline der Tierärztekammer entspricht.


Grundsätzlich gilt:



            aber so wenig wie möglich!







Impfempfehlung

Grundimmunisierung der Welpen

Eine vollständige Grundimmunisierung ist Voraussetzung für einen optimalen
Schulz des Einzeltieres.

Im Alter von:

* 8. oder 9. Lebenswochen
Staupe, HCC, Leptospirose, Parvovirose

* 12. Lebenswochen
Staupe, HCC, Leptospirose, Parvovirose, Tollwut

(* 16 Lebenswochen
Staupe, HCC, Parvovirose, Tollwut)

Abschluss der Grundimmunisierung mit

*15 Lebensmonaten
Staupe, HCC, Leptospirose, Parvovirose, Tollwut


Wiederholungsimpfungen von erwachsenen Hunden


Hunde, die nach Grundimmunisierung eine Immunität ausgebildet haben,

bleiben für viele Jahre ohne weitere Impfungen geschützt.

Um auch eine minimale Schutzdauer zu berücksichtigen, werden Nachimpfungen im Abstand von drei Jahren oder länger empfohlen. Internationale Expertengruppen sind sich einig, dass Boosterungen gegen diese Erreger nicht häufiger als alle drei Jahre erfolgen sollen.


Für Tiere, die zwar eine Grundimmunisierung erhalten hatten, danach aber nicht mehr regulär nachgeimpft wurden, genügt für die viralen „CoreKomponenten“

eine einzige Impfung mit einer abgeschwächten Lebendvakzine,

um die Immunität entsprechend zu boostern.


Weitere Impfdosen bringen keinerlei Vorteil und sind daher unangebracht.


Einzig die durch Bakterien verursachte Leptospirose sollte jährlich aufgefrischt werden.



Core-Komponenten:
Core-Komponenten der Impfstoffe sind gegen Erreger gerichtet, gegen die jedes
Tier zu jeder Zeit geschützt möglichst sein sollte.

Tollwut - alle 3 Jahre

Staupe, Parvovirose - alle 3 Jahre

Leptospirose - jährlich
(bei Infektionsdruck halbjährlich) zu
empfehlen. Die meisten Erkrankungen werden heute durch Serovare
ausgelöst, gegen die der Impfstoff nicht schützt. Es ist bereits ein neuerer
Impfstoff erhältlich, der zusätzliche Serovare enthält.

HCC (Hepatitis-Leberentzündung) - alle 3 Jahre,
der Nutzen der HCC-Impfungen ist unbekannt,
da das Virus seit vielen Jahren in Deutschland nicht isoliert wurde.




Non-Core-Komponenten (Wahlimpfungen)

Zwingerhusten verursacht durch

1) Canines Parainfluenzavirus
- nur bei Hunden mit viel Kontakt zu Artgenossen (Welpengruppe,
Hundeplatz, Tierpension, Tierheim etc.)
- Impfung erfolgt 1-4 Wochen vor zu einer erwartenden Exposition.

2) Bordetella bronchiseptica
- nur bei Hunden mit viel Kontakt zu Artgenossen (Welpengruppe,
Hundeplatz, Tierpension, Tierheim etc.).
- Impfung erfolgt mindestens 1 Woche vor einer zu erwartenden Exposition.

Canines Herpesvirus
„Welpensterben“ -  wegen geringer Widerstandsfähigkeit gegen gängige Desinfektionsmittel

meist direkte Übertragung erforderlich. Lebenslange Viruslatenz ohne Virusausscheidung.
Die Notwendigkeit einer Impfung ist deshalb fraglich.

Borreliose

Serologische Untersuchung vor der Impfung ist wichtig.

Seropositive Tiere, also Hunde, die nach infiziertem Zeckenbefall bereits Antikörper

ausgebildet haben, keinesfalls impfen!


Da verschiedene pathogene Borrelien-Arten vorkommen,

wird durch Impfung oftmals nur Kreuzschutz induziert.


Es gibt zudem andere Borrelienspezies, gegen die bisher keine
nachweisbare schützende Kreuzimmunität induziert werden kann. Eine generelle
Wirksamkeit der Impfung kann daher nicht erwartet werden.

Die Zeckenprophylaxe ist deshalb einer Impfung vorzuziehen!

Coronavirus
Es ist nicht erwiesen, dass die Vakzine einen klinisch relevanten Impfschutz
induziert. Eine Impfung wird daher nicht empfohlen.





Entwurmungsschema

            bei Feststellung von Wurmbefall gezielte Behandlung

Wir geben hier Banminth und anschließend Procox.


Mutterhündinnen werden immer gemeinsam mit den Welpen entwurmt.

Im weiteren Verlauf entwurmen wir nur nach vorheriger Kotuntersuchung,

aber nicht einfach nur auf Verdacht oder zur Vorsorge!


14 Tage vor fälligen Impfungen ist eine Wurmkur durchaus empfehlenswert,

da bei Wurmbefall die körpereigene Abwehr bereits stark beansprucht ist und

dadurch die Impfung nicht den gewünschten Erfolg erzielen kann.


Wir bevorzugen in diesem Fall die Präparate Drontal oder Dolpac.

Weitere Informationen unter folgendem Link -
www.esccap.de.







=> IMPFLEITLINIEN der Österreichischen Tierärztekammer

FÜR KLEINTIERE 2017




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